Thema Fusarien

Im Februar erschien das Heft 1/2020 der "Orchidee", Zeitschrift der Schweizerischen Orchideengesellschaft SOG. Dort wurde ein Aufsatz von Werner Bieri veröffentlicht, der sich erstmals mit dem mikroskopischen Schadenpilz und dessen Wirken an den Frauenschuh-Sorten befasst. Aus Platzgründen konnten dort aber nur wenige dokumentierenden Fotos gezeigt werden. Leider sind dort die Fotos NR 2 bis NR 5 beim Layout vertauscht worden, was Sinn-entstellend wirkt. Hier sind nun zu jedem Text-Bezugspunkt weitere Fotos und zum Teil noch kurze Erläuterungen vorhanden.

Der ganze Text....

 Text-Bezugspunkt 1: Die am Wurzelansatz herausgebrochenen Blätter zeigen rötlich-gelbe Stellen und sind bei starker Vergrößerung deutlich als Fusarien-Befall zu erkennen, was hier am deutlichsten bei Bild 4 zutage tritt.

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Text Bezugspunkt 2: Bei Bild 1 musste tief in den Pflanzenkörper des Phrag. Grande hineingeschnitten werden, um den "Aufstieg" des Pilzes in den Pflanzenkörper hinauf zu zeigen. Im zweiten Bild (Ingrid Portilla) brach ich den einen Trieb an der Ansatzstelle weg, weil er bereits äusserlich sehr stark von Fusarien durchsetzt war. Die anderen Triebe waren allerdings auch stark infiziert. Bild 3 bis 5 dasselbe wie Bild 1. Das frappante Bild Nr. 5 zeigt, wie durch Anschneiden des Pflanzenkörpers die verheerende Zustände, die durch das Fusarium verursacht werden, sichtbar werden. Bei den Bildern 3 und 4 ist es dasselbe. (Siehe auch Haupt-Text)

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 Text-Bezugspunkt 3: Beachten Sie, dass es sich hier um zwei verschiedene, mehrtriebige  Phrag. kovachii handelt; das schon beim Züchter wegen dem kaum mehr funktionsfähigen Wurzelwerk bereits ziemlich vertrocknet geliefert wurde. Die Ursache dafür ist ein viel zu geringes Durchgiessen dieser Pflanzen, so dass die Wurzeln vom zurückbleibenden Salzgehalt im Substrat "verholzen" und so ihre Saugfähgkeit weitgehend verlieren. Eine solches Phrag. hat keine Kraft mehr, neue Wurzeln zu treiben. Die Pflanze stirbt deswegen ab. Daher überlebt kaum eine der aus Nord-oder Südamerika importierten Phrag. kovachii. Die schneller wachsenden Hybriden haben dazu etwas bessere Chancen, sind aber auch oft stark beeinträchtigt und sterben später ab.

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Text-Bezugspunkt 4: Dramatisch! Auch diese Pflanze hatte ja mehrere Triebe. Foto 3 zeigt den Anlieferungszustand eines der Phrag. kovachii. Sieht doch gut aus, sollte man meinen....

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Text-Bezugspunkt 5: Vertrocknete Pflanzen, gleich nach dem Eintreffen der Pflanzen-Sendung dokumentiert.

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Text-Bezugspunkt 6: Verholztes und daher kaum mehr saugfähiges Wurzelwerk, Die Pflanzen sind bereits zu sehr durch Austrocknung geschwächt und können daher keine Wurzeln mehr treiben.

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